iPhone Jailbreak und zurück

On 2009/01/31, in iPhone, Reviews, by MK

QuickPWN screenshot

Habe nun endlich mein altes iPhone 3G mit Firmware 2.2.1 wieder. Die ganze Prozedur hat mich einige Stunden gekostet, aber zum Glück ist jetzt alles wieder wie vorher.

Was ist passiert? Aus Langeweile habe ich mich am Jailbreak meines iPhones gewagt. Macht ja eh jeder, ist ganz einfach, kinderleicht, kann gar nichts passieren, blöd wer’s nicht tut, … solche und ähnliche Aussagen kann man von Freunden, Bekannten und anderen Leuten im Internet hören oder lesen.

Schneller Ausbruch

QuickPWN ist schnell heruntergeladen und nach dem Auspacken kann’s auch schon losgehen. iPhone anschliessen, den Anweisungen am Bildschirm folgen und nach ein paar Minuten ist das iPhone geknackt. Klappt wunderbar, ist wirklich einfach und danach sind 2 neue Apps drauf. Cydia und Installer. Damit können dann alle möglichen Apps installiert werden und man kann fast alles machen, was Apple einen am iPhone nicht machen lassen möchte. Jailbreak geschafft.

Nur zur Info: Ich habe QuickPWN 2.2.5-2 für Windows unter Vista Ultimate 32-Bit verwendet.

Freiheit mit Problemen

Warum will er nun wieder zurück wenn doch alles geklappt hat? Ganz einfach. Anfangs habe ich mich über die Einschränkungen von Apple noch geärgert, doch mit der Zeit habe ich das Konzept verstanden und schätzen gelernt. Dazu gibt es vielleicht auch mal einen Artikel.

Was hat mir nach dem Jailbreak nicht gefallen? Das iPhone ist etwas langsamer geworden, besonders ein Neustart dauert nach dem Jailbreak ewig. Dann ist es des ständig hängengeblieben und ich konnte es nicht einmal mehr mit dem Powerbutton ausschalten. Da half dann nur noch ein Reset mit dem Home- und Powerbutton. Über EDGE und UMTS konnte ich nicht mehr ins Internet, nur noch mit WLAN konnte eine Internetverbindung hergestellt werden. Das lag vielleicht an einer defekten APN Konfiguration die man wieder herstellen könnte, doch das hat mir dann gereicht. Ein Jailbreak macht nicht nur Freude.

Steiniger Weg zurück

Also zurück zur Originalfirmware. Einfacher gedacht als gemacht. Kurz die freundliche Suchmaschine angeworfen, die übrigens heute einige Probleme hatte, dann eben bei der Konkurrenz nachgefragt und schon war mir klar: So einfach wird das wahrscheinlich nicht. Ein Restore über iTunes macht zwar aus der Annanas wieder einen Apfel, doch eigene Dateien und Einstellungen gehören wohl nicht zum Backup.

Kleine Entwarnung vorweg: Nicht alles was andere (mich ausgeschlossen) im Internet schreiben stimmt auch. Das Backup enthält alle Dateien und Einstellungen! Wo liegt dann das Problem? Vor dem Restore macht iTunes noch schnell ein Backup und überschreibt dabei das alte Backup.

So, nun zur Wiederherstellung. Der Restore über iTunes dauert wieder ein paar Minuten, dann das Backup einspielen, fertig. Hm, Internet geht immer noch nicht. Nochmal. Äh, alles andere funktioniert, nur das Internet nicht? Ein dritter Versuch ohne danach das Backup einzuspielen scheint zu funktionieren, aber dann sind alle Einstellungen und meine Dateien weg. Ärgerlich.

Google geht wieder. Mal sehen was andere so gemacht haben. Zum Glück synchronisiere ich das iPhone nur mit iTunes am MBP und sichere dieses mit meiner neuen Time Capsule. Damit kann ich bequem die iPhone Backups unter ~/Library/Application Support/MobileSync/Backup von heute kurz vor dem ganzen Schlamassel suchen und iTunes unterjubeln.

Damit ging’s dann endlich und nun habe ich mein iPhone wieder mit allen Einstellungen, SMS, E-Mails, Passwörtern und Apps. Als wäre nichts geschehen – Jailbreak rückgängig gemacht.

Fruchtiges Gefängis

Ich kann nicht sagen wodurch das Problem mit der Internetverbindung verursacht wurde, doch die vielen Abstürze und das langsamere iPhone fand ich deutlich einschränkender als ein fehlendes Copy/Paste oder eine übersichtliche Ordnerstruktur für die Apps.

Gleiches gilt lustigerweise auch für den Vergleich zwischen Windows/Linux und OS X. Einerseits habe ich alle Freiheiten der Konfiguration und unzählige Programme zur Auswahl, doch andererseits Plagen mich dadurch auch ständig Abstürze und schlechte Performance. Am Mac gibt’s meistens nur einen Knopf, doch der funktioniert und macht genau das was man will.

Wer produktiv sein will hat gar keine Wahl – genau so wie Apple es vorgesehen hat.


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